Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ ist ein zweihundert Jahre alter Krimi-Spaß. Aber wie schnell man mit Vorurteilen ein Liebespaar trennen kann und wie schwer es ist, einen korrupten Amtsträger zu überführen — das sind zeitlose Themen.
Dorfrichter Adam wird von seinem Schreiber Licht unsanft aus dem Schlaf geweckt: Die Gerichtsrätin Walter ist unterwegs, um Adams Amtsführung zu untersuchen. Adam überlegt, ob er sich krank stellen solle, entscheidet sich dann aber, die Gerichtsrätin mit Schnaps zu bestechen. Sie besteht allerdings darauf, dass er die anstehende Gerichtsverhandlung leitet.
Seine Nachbarin, Frau Marthe Rull, beschuldigt den jungen Ruprecht Tümpel, in der Nacht zuvor einen wertvollen Krug zertrümmert zu haben. Ruprecht bestreitet das. Er behauptet, dass er seine Verlobte Eve, Marthes Tochter, in ihrem Zimmer mit einem Fremden erwischt hat, der auf der Flucht den Krug zerdeppert habe. Eve ist verzweifelt, ihre Mutter empört, Ruprechts Vater Veit weiß nicht, was er denken soll — und Dorfrichter Adam scheint mehr mit der Gesundheit seines Perlhuhns beschäftigt zu sein als mit dem Prozess.
Kann er die Gerichtsrätin mit Rheinwein abfüllen? Wird er wegen grob fehlerhafter Amtsführung abgesetzt? Was wird aus den Verlobten? Und was weiß der ehrgeizige Schreiber Licht? Schließlich erscheint Frau Brigitte, die Spürnase des Dorfes …
Die SEK-II-Theater-AG des Gymnasiums Salzgitter-Bad spielte „Der zerbrochne Krug“ in der gekürzten Fassung von Friederike Goosmann in rund 70 turbulenten Minuten.
Aufführungen
- Montag, 1. April 2025, 19:00 Uhr — Kniestedter Kirche, Salzgitter-Bad
- Dienstag, 2. April 2025, 19:00 Uhr — Kniestedter Kirche, Salzgitter-Bad


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