Kategorie: Schülertheater

Theaterarbeit am Gymnasium Salzgitter-Bad — die Wurzel des Vereins, seit 1972.

  • Schülertheater: 3 Millionen und Pizza Salami

    Auch der Nachwuchs am Gymnasium Salzgitter-Bad war in diesem Jahr fleißig. Im Wahlpflichtunterricht Darstellendes Spiel der fünften Klassen entstand unter der Leitung von Ilka Gläser mit „3 Millionen und Pizza Salami“ ein lebendiges Theaterstück voller Humor, Tempo und überraschender Wendungen.

    Schauplatz ist ein schickes Restaurant, in dem skurrile Gäste, überforderte Kellner, putzwütige Roboter und sogar sprechende Tiere aufeinandertreffen. Als zwei arrogante Lottogewinnerinnen ihren Gewinn von drei Millionen Euro feiern wollen, gerät alles aus dem Ruder: Ein Lottoschein verschwindet, Chaos bricht aus, und eine Gruppe Detektivinnen nimmt die Ermittlungen auf.

    Mit viel Spielfreude zeigten die jungen Darstellerinnen und Darsteller in der Cafeteria des Gymnasiums eine lustige Geschichte über Gier, Ehrlichkeit und Fairness. Am Ende wurde der Fall aufgelöst — und nicht nur die Detektivinnen lernten: Reichtum allein macht nicht glücklich, und manchmal sehen Katzen mehr, als man denkt.

  • Schülertheater: Wie es euch gefällt

    In beiden Weltkriegen waren die Ardennen blutiger Kriegsschauplatz; in William Shakespeares Komödie „Wie es euch gefällt“ ist der Ardenner Wald Zufluchtsort für Entrechtete, Geflüchtete und Verbannte, ein Idyll und Experimentierfeld für die Liebe und die Philosophie.

    Zwei Brüderpaare und eine Flucht in den Wald

    Der böse Herzog Friedrich hat seinen guten Bruder entmachtet und verbannt; Naemi May spielt beide Brüder, sie gehören zusammen wie Licht und Schatten. Der böse Edelmann Oliver (Dayna Guski) treibt seinen jüngeren Bruder Orlando (Sandrina Schuckart) in einen ungleichen Kampf gegen Friedrichs Boxer Charles (Niklas Thoms) — den Orlando wider Erwarten und zur Begeisterung der schockverliebten Rosalinde (Sophie Unterberg) gewinnt. In einem Wutanfall verbannt Friedrich nun auch Rosalinde, seine Nichte, nicht bedenkend, dass seine Tochter Celia (Eric Achenbach) mit ihrer Cousine ins Exil gehen würde. Die beiden nehmen den Narren Probstein (Jule Freytag) mit, der über die Unterdrückung der Wahrheit am Hofe Friedrichs verbittert ist und Orlando vor Olivers Brudermordplänen warnt.

    Orlando flieht. Im Ardenner Wald trifft er auf den Herzog und dessen melancholischen Philosophen Jacques (Niklas Thoms) und beginnt, die Bäume mit Gedichten zu behängen, in denen er seine Liebe zu Rosalinde bereimt. Diese ist, inzwischen verkleidet als Ganymed, mit Celia — die sich nun Aliena nennt — ebenfalls in den Wald geflüchtet und entzückt über die Liebesgedichte. Sie fängt ein Spiel mit Orlando an, vorgeblich, um ihn von der Liebe zu heilen. Dabei kommt ihr die Schäferin Phoebe (Ella Boemke) in die Quere, die sich in den angeblichen Jungen verliebt hat und ihren Anbeter, den Schäfer Silvius (Marit Augustin), verspottet und quält. Die Zeit bleibt hier beinahe stehen, bis der böse Oliver im Wald auftaucht und Jupiter (Lina Kämmer) eingreift …

    Proben zwischen Prüfungsstress und Freiluftbühne

    Auch die Probenden, größtenteils mit den Vorbereitungen für die Abiturprüfungen beschäftigt, fanden, dass „Wie es euch gefällt“ für sie eine Auszeit war, ein Abtauchen aus dem Prüfungsstress. Geprobt wurde meist in der winterkalten Aula. Und weil die Wirklichkeit ja doch alle einholt, überholten die Abiturprüfungen die Probenphase, sodass die Aufführungen — technisch unterstützt von Noah Muthmann und Gina Tombarge — erst nach dem Abitur stattfinden können: dafür im Frühsommer und hoffentlich im Grünen Klassenzimmer. Denn welcher Schauplatz könnte für dies Neverland, Shakespeares Ardenner Wald, passender sein als eine Freiluftbühne?

    Friederike Goosmann

  • Musical: RockySZ Horror Show

    Musical: RockySZ Horror Show

    Eines der musikalischen Großprojekte im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums des Gymnasiums Salzgitter-Bad fand am 15. Juni 2025 statt. Vor vielen Jahren hatte es schon einmal eine Aufführung der „Rocky Horror Show“, dem bekannten Kultmusical von Richard O’Brien, am Gymnasium Salzgitter-Bad gegeben. So kam der Wunsch auf, es zum Schuljubiläum erneut zu spielen — es entstand eine Neuauflage namens „RockySZ Horror Show“.

    Aufbau bis tief in die Nacht

    Da nur einen Tag zuvor das Sommerkonzert stattgefunden hatte, bedeutete das eine logistische Meisterleistung in Bezug auf Technik, Musik und Bühnenbild. Direkt im Anschluss an den musikalischen Auftakt des Schuljubiläums begannen Musikerinnen und Musiker, Technikerinnen und Techniker und Inszenierende, das Bühnenbild und die Kulissen aufzubauen, die Kostüme bereitzulegen, das Foyer vorzubereiten, die Instrumente zu platzieren und zu verkabeln und das Licht einzustellen. Ein wunderbarer Moment entstand für alle Beteiligten, als gegen 22 Uhr zum allerersten Mal die riesige Discokugel, die eigens für das Musical besorgt worden war, den Saal und die Bühne in ein Meer aus glitzernden Lichtern tauchte. Die Arbeiten gingen bis tief in die Nacht.

    Am Sonntagmorgen fand dann — zum ersten Mal in voll installierter Kulisse — die Generalprobe statt. Glanzstücke des Bühnenbildes waren eine passend zur Musik beleuchtete Showtreppe, ein riesiges Schlosstor und ein vertikal stehendes Bett. Die sehr hohen sommerlichen Temperaturen verwandelten Saal und Bühnenraum in eine Art Sauna ohne Aufguss, doch alle probten mit Spaß, Disziplin, Vorfreude, Konzentration und vielen kühlen Getränken. Die Gruppe der Mitwirkenden war groß und vielfältig: Technik, Band, Chor, Tänzerinnen und Tänzer, Darstellende, Inszenierende und Kulissenbauende setzten sich aus ehemaligen und aktuellen Schülerinnen und Schülern, aber auch aus ehemaligen und aktuellen Lehrkräften und Freunden des Gymnasiums zusammen.

    Ein Abend, an dem die Aula bebte

    Bereits eine Stunde vor Showbeginn füllte sich das Foyer. Viele Zuschauende erwarben neben Getränken auch eine Mitmachtüte, gefüllt mit allen Gegenständen, die man in der Show braucht, und einer passenden Anleitung: Zeitungspapier als Schutz gegen den „Regen“, Wasserpistolen, mit denen der Regen simuliert wurde, Knicklichter zum Schwenken.

    Um 20 Uhr war es endlich so weit. Nach drei Jahren Vorbereitungs- und Probenzeit brachten die Akteure unter der Regie von Ilka Gläser und Lina Kämmer die „RockySZ Horror Show“ mit solch ungeheurer Spielfreude und nahezu professioneller Musikalität auf die Bühne, dass es das Publikum spätestens beim „Time Warp“ nicht mehr auf den Sitzen hielt. Begeistert wurden Knicklichter geschwenkt, Wasserpistolen kamen an der richtigen Stelle zum Einsatz, Klopapier flog durch den Saal — die ausverkaufte Aula bebte. Die bestens miteinander rockende Live-Band unter Leitung von Sebastian Vogt sorgte dafür, dass bei der Zugabe alle im Saal mitsangen und mittanzten. Es war ein gelungener und absolut unvergesslicher Abend!

  • Der zerbrochne Krug in der Kniki

    Der zerbrochne Krug in der Kniki

    Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ ist ein zweihundert Jahre alter Krimi-Spaß. Aber wie schnell man mit Vorurteilen ein Liebespaar trennen kann und wie schwer es ist, einen korrupten Amtsträger zu überführen — das sind zeitlose Themen.

    Dorfrichter Adam wird von seinem Schreiber Licht unsanft aus dem Schlaf geweckt: Die Gerichtsrätin Walter ist unterwegs, um Adams Amtsführung zu untersuchen. Adam überlegt, ob er sich krank stellen solle, entscheidet sich dann aber, die Gerichtsrätin mit Schnaps zu bestechen. Sie besteht allerdings darauf, dass er die anstehende Gerichtsverhandlung leitet.

    Seine Nachbarin, Frau Marthe Rull, beschuldigt den jungen Ruprecht Tümpel, in der Nacht zuvor einen wertvollen Krug zertrümmert zu haben. Ruprecht bestreitet das. Er behauptet, dass er seine Verlobte Eve, Marthes Tochter, in ihrem Zimmer mit einem Fremden erwischt hat, der auf der Flucht den Krug zerdeppert habe. Eve ist verzweifelt, ihre Mutter empört, Ruprechts Vater Veit weiß nicht, was er denken soll — und Dorfrichter Adam scheint mehr mit der Gesundheit seines Perlhuhns beschäftigt zu sein als mit dem Prozess.

    Kann er die Gerichtsrätin mit Rheinwein abfüllen? Wird er wegen grob fehlerhafter Amtsführung abgesetzt? Was wird aus den Verlobten? Und was weiß der ehrgeizige Schreiber Licht? Schließlich erscheint Frau Brigitte, die Spürnase des Dorfes …

    Die SEK-II-Theater-AG des Gymnasiums Salzgitter-Bad spielte „Der zerbrochne Krug“ in der gekürzten Fassung von Friederike Goosmann in rund 70 turbulenten Minuten.

    Aufführungen

    • Montag, 1. April 2025, 19:00 Uhr — Kniestedter Kirche, Salzgitter-Bad
    • Dienstag, 2. April 2025, 19:00 Uhr — Kniestedter Kirche, Salzgitter-Bad
  • Schülertheater: Oha – eine Leiche!

    Schülertheater: Oha – eine Leiche!

    Im Wahlpflichtunterricht „Darstellendes Spiel“ des 9. Jahrgangs am Gymnasium Salzgitter-Bad entstand ein komplettes Stück: Am 11. April 2024 führte der Kurs die Kriminal-Komödie „Oha – eine Leiche!“ für den 8. Jahrgang auf.

    Charaktere wie Sherlock Holmes und Dr. Watson sowie Miss Marple und Hercule Poirot beteiligten sich an der Spurensuche und hatten es mit den Ganoven Hailey und Harriet, aber auch Jim und Jackie nicht einfach. Die Ermittlungen in der Pension „Dead Body Inn.“ gingen am Ende ganz anders aus als erwartet.

    Das Publikum war begeistert von dem spannenden Mordfall, der durch eine humorvolle und fesselnde Spielweise der Darstellerinnen und Darsteller aufgeklärt und durch Licht- und Soundeffekte untermauert wurde. Von der Aufführung berichteten die beiden beteiligten Schauspielerinnen Helene Rossa und Maira-Maria Hampel.

  • Schülertheater: Viel Lärm um nichts

    Nach dem dramatisch-tragischen Stück im Sommer 2021 präsentierte die SEK-II-Bühne im Juli 2022 wieder unter der Leitung von Friederike Goosmann Shakespeares Komödien-Klassiker „Viel Lärm um nichts“ — diesmal allerdings nicht open air, sondern in der KniKi.

    Die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer der drei Aufführungen waren auch diesmal begeistert von der turbulenten Inszenierung und dem grandiosen Spiel der Mitwirkenden.

  • Schülertheater: Duell der Königinnen

    Durch die Corona-Pandemie bedingt gab es im Bereich Schülertheater 2020 leider gar keine Aufführung. Sobald es wieder möglich war, versuchten die verschiedenen Gruppen mit viel Kreativität, Flexibilität und Einfallsreichtum, Theaterproduktionen auf die Bühne zu bringen.

    Ende Juni und Anfang Juli 2021 führte die SEK-II-Bühne unter Leitung von Friederike Goosmann wieder einen echten Klassiker auf: Die bekannte Vorlage „Maria Stuart“ wurde auf etwa 70 Minuten gekürzt und als „Duell der Königinnen“ zweimal im „Grünen Klassenzimmer“ des Gymnasiums Salzgitter-Bad open air gespielt.

    Trotz Dauerregens fesselte die dichte und äußerst beeindruckende Inszenierung viele Zuschauerinnen und Zuschauer — und wurde auch in der Presse sehr positiv besprochen.

  • Schülertheater: Nathan der Weise

    Nathan, der reiche Jude, der Underdog: von seiner Haushälterin wegen seines Geheimnisses erpresst, vom christlichen Tempelritter wegen seiner Religionszugehörigkeit verachtet, vom muslimischen Sultan um seinen Reichtum beneidet. Nathan wehrt sich vor allem mit Worten und ringt darum, in seinen Mitmenschen die Menschlichkeit zu wecken. Es scheint ihm zu gelingen – da wird sein Geheimnis verraten, und nun steht nicht nur sein Leben auf dem Spiel: Alle wollen ihm seine Tochter Recha entreißen, sein Ein und Alles.

    Niklas Ott spielte den Nathan, Seleme Yilmaz seine Tochter Recha. Lisa Bartram und Amelie Bachmann vertraten als Sultan Saladin und dessen Schwester Sittah die Upperclass; das bornierte Christentum verkörperten Nele Schlechtweg als Tempelherr, Sina Nitschke als Haushälterin Daja und Jan Brüninghaus als Patriarch. Nur der christliche Klosterbruder – Kim Springer – und der muslimische Derwisch – John Fricke – hielten grundsätzlich zu Nathan; beide hatten allerdings auch keine anderen sozialen Verpflichtungen, die sie daran hinderten, mit dem Herzen zu denken.

    Das Theaterstück von Gotthold Ephraim Lessing wurde in stark gekürzter Form aufgeführt. Weil den Spielenden sofort auffiel, wie aktuell die Thematik ist, montierten sie moderne Nachrichtentexte hinein. Die epischen Textpassagen lasen Jule Pfau und Paula Baer. Gespielt wurde Ende Januar 2018 an zwei Abenden in der Aula des Gymnasiums Salzgitter-Bad, die Spieldauer betrug rund 70 Minuten.

  • Schüler-Theater: Rückblick auf die Spielzeit 2015/16

    Schüler-Theater: Rückblick auf die Spielzeit 2015/16

    Auch in der Spielzeit 2015/16 konnten die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Schüler-Theater-AGs des Gymnasiums Salzgitter-Bad wieder viele kleine und große Zuschauer durch ihr engagiertes Spiel begeistern.

    In der Vorweihnachtszeit 2015 spielte die Märchenbühne für die kleinsten Zuschauer das bekannte Stück „Rumpelstilzchen“. „Ach wie gut, dass niemand weiß …“ — aber wie gut, dass die arme Müllerstochter Goldi Hilfe von ihrer Freundin und den Mäusen Cilly, Pinky und Zwinky bekam, die keine Angst vor Rumpelstilzchen und seinem bösen Kater Paul hatten. So konnte sie Rumpelstilzchens Namen in letzter Minute nennen, ihr Kind retten und ein Happy End für alle möglich machen.

    Am Walpurgis-Nachmittag Ende April gab es wieder eine Aufführung auf der Freilichtbühne der Waldgaststätte „Hasenspring“: Die Märchenbühne führte „Die kleine Hexe“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch auf — beste Unterhaltung für Kleine und Große, und natürlich waren alle Zuschauer begeistert.

    Schwarzlicht und Nachwuchsgruppen

    Die Schwarzlicht-AG führte unter der Leitung von Susanne Wessel wieder ein kleines Stück für die 5. und 6. Klassen auf: „Eine Nacht im Museum“ faszinierte die Kinder, alle waren gebannt von der magischen Wirkung des Schwarzlichts und den wunderschön inszenierten Szenen.

    Und natürlich gab es auch wieder Aufführungen der Nachwuchsgruppen in den Klassen 5, 6, 7 und 8, wo jeweils rund 25 Kinder im Rahmen ihres Wahl- und Wahlpflichtunterrichts engagiert Theater „lernten“. Sie studierten dort kleine Stücke ein, die sie bei schulischen Veranstaltungen vor Weihnachten beziehungsweise vor den Sommerferien aufführten. Ein echter „Talentschuppen“.