Kategorie: Jugendbühne

Ab 14 Jahren, eigene Produktionen, oft selbst geschrieben. Gegründet 1983.

  • Zeit heilt keine Wunden

    Zeit heilt keine Wunden

    Zwei Frauen, ein Verhörraum und eine Bombe, die jederzeit unzählige Menschenleben fordern könnte.

    Mit diesem explosiven Mix wagte sich die Jugendbühne nicht nur an die Uraufführung eines spannenden Psychodramas, sondern erneut an eine kleine Revolution des klassischen Theaters: Dieses Mal entschied das Publikum, welchen Verlauf das Schicksal der Protagonisten nehmen würde.

    Alex ist erst Anfang 30 und schon auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Dank ihrer einzigartigen Gabe, in die Psyche der Täter einzudringen, hat sie bereits unzählige Verbrechen aufgeklärt oder gar verhindert. Daher ist es für sie wenig verwunderlich, dass sie zu einer Bombendrohung hinzugezogen wird. Die Umstände hingegen schon — denn die Attentäterin verlangt ausdrücklich nach der jungen Profilerin.

    Doch wer ist die mysteriöse Frau, die so unscheinbar daherkommt? Welche Beweggründe veranlassen sie zu solch einer Tat? Ist die Bedrohung tatsächlich real, oder verfolgt die Attentäterin ein viel persönlicheres Ziel?

    Die Aufführungen in Salzgitter-Lebenstedt mussten damals wegen der Corona-Situation abgesagt werden.

  • Rückblick: Zerbrichmeinnicht

    Rückblick: Zerbrichmeinnicht

    Zwei Jahre nach „Amber Hall“ traf die Jugendbühne Anfang 2017 mit altbewährter und neuer Besetzung wieder zusammen, um ein neues Stück zu erarbeiten. Aufregung und Motivation paarten sich an einem ersten gemeinsamen Wochenende im Harz mit der Frustration, die ein selbst geschriebenes Stück mit sich bringt. Aber aller Anfang ist schwer: Auch wenn der Rohentwurf „Puppenspiel“ von Sarah K. Broser durchaus Begeisterung weckte, konnte er nach vielschichtigen Ideen und intensiver Rollenarbeit keine abgerundete Handlung entwickeln.

    Ein Umdenken musste her, vielleicht sogar ein völlig neuer Ansatz. Nach unzähligen Nachmittagen, an denen der Probenraum nur aus rauchenden Köpfen bestand, fand eine spannende Handlung schließlich ihren Weg:

    Die junge Psychotherapeutin Liz (Christina Walter) ist nach dem Tod ihrer Mutter (Sabine Meyer) mit ihrer starrköpfigen Schwester Charly (Henrike Straten) und einer geerbten Praxis auf sich allein gestellt. Die langjährige Sekretärin Emma (Vivien Schubert), Liz‘ alte Studienfreundin Zoe (Sarah Andreseck) sowie Charlys Freundin Jessy (Melina Meyer) als Praktikantin unterstützen sie tatkräftig dabei, alles am Laufen zu halten. Dennoch gerät durch die ständigen Meinungsverschiedenheiten des Geschwisterpaares das Bild ins Schwanken — bis zu einem erbitterten Streit, nach dem von Charly plötzlich jede Spur fehlt.

    Liz beginnt selbst zu ermitteln, denn weder Zoe noch ihr Ex-Freund Detective Nick O’Connor (Niklas Ott) wollen in dem plötzlichen Verschwinden ein Verbrechen vermuten. Die Verdächtigungen gegen Liz‘ schwierigsten Patienten Adam (Jan Brüninghaus) führen ins Leere. Und nachdem Liz jede Glaubwürdigkeit zu verlieren scheint, kommt sie doch einem vergangenen tragischen Geheimnis auf die Spur.

    Das große Finale ließ bis kurz vor der Premiere auf sich warten und jagte ein Drama nach dem anderen. Nicht nur innerhalb des Stücks kam es zu den wildesten Handlungsverstrickungen — auch außerhalb zitterten die Beteiligten, die von der Grippewelle Anfang 2018 nicht verschont blieben.